November 2010

Zwei Paare treffen sich in einem Celler Off-Kino und lernen sich kennen, weil sie gemeinsam dafür streiten müssen, genau den Film sehen zu können, den sie sich ausgesucht hatten.

Sie landen in einer Bar, tauschen Telefonnummern und sehen sich nicht wieder.

 

september 2017

Die beiden Kerle treffen sich als Kollegen in einer Celler Firma wieder.

 

november 2017

Bei einem Kollegentreffen findet der eine Kerl heraus, daß der andere Kerl Gitarrist ist.

Der Gitarrist erfährt dabei, daß der eine Kerl Schlagzeug lernt.

 

januar 2018

Eine Firmenfeier ist so langweilig, daß der Gitarrist entscheidet, im kommenden Jahr hier mit einer Kollegenband aufzutreten.

Er erklärt den anderen Kerl zum Schlagzeuger dieser Band und sich selbst auch zum Sänger.

 

februar 2018

Ein musikalisch seit Jahren ausgehungerter Keyboarder aus dem Kollegium macht das Projekt zum Trio.

Gitarre und Keyboard tasten sich in einer Mittagspausen-Session auf einem Hinterhaus-Dachboden musikalisch ab.

Schlagzeug und Gitarre treffen sich ein erstes Mal in einem anderen,  sehr kleinen Dachbodenzimmer.

 

märz 2018

Der Schlagzeuger entscheidet sich, kein Kollege mehr zu sein, darf aber in der Band bleiben.

Er ist jetzt irgendwie anders als die anderen.

 

april 2018

In voller Besetzung trifft sich das Trio diesmal in einem Erdgeschoß.

Es entsteht das legendäre Null-Tape von 'Summertime' auf einem Telefon.

Die drei Kerle sind fest entschlossen, im nächsten Januar ein Live-Set zu spielen.

 

sommer 2018

Die drei Kerle treffen sich wöchentlich zu Proben in dem sehr kleinen Dachbodenzimmer.

Jede Woche.

Jede einzelne Woche.

Der Sommer ist sehr heiß.

Der Dachboden ist heißer.

Ventilatoren sind ausverkauft.

Das Projekt sucht einen Probenraum.

 

Celler Stadtfest 2018

Im Getümmel vor der Schloßbühne schlägt die Gitarristenfrau während eines Konzertes den Namen 'Odd Men Out'  für das Projekt vor. Immerhin ist der Schlagzeuger als Ex-Kollege ein Außenseiter.

 

herbst 2018

Je deutlicher sich die Setlist für den Auftritt im kommenden Januar abzeichnet, desto aufgeregter werden die drei Kerle. Sie schieben Intensiv-Probentage im Erdgeschoß ein.

 

Gleichzeitig hat die CRI einen Probenraum frei. Die Band wird Vereinsmitglied und arbeitet nun wöchentlich im Probenraum "oben".

 

januar 2019

Die Band trifft sich morgens in einer festlich gedeckten Häckselscheune in Bennebostel und baut auf der Bühne auf.  Während des Sound-Checks läuft ein Staubsauger in Vorbereitung auf die Firmenfeier.

Der Mittags-Snack ist ein Eintopf am Stehtisch beim Fleischer im Nachbardorf.

 

Als Firmenband bringt das Trio ohne zu Stolpern einen kompletten Gig auf die Bretter.

Die Band erahnt im Publikum das Wort "Zugabe" und entscheidet eigenständig wieder rauszukommen.
Die Zugabe wird versemmelt und keiner merkt es.

Die After-Show-Party findet im Morlock statt.

 

februar 2019

Gitarrrist, Keyboarder und Schlagzeuger sind fest entschlossen, eine Band zu werden.

Als 'Odd Men Out' melden sie sich für einen Auftritt auf der März-Open-Stage der Celler Rockmusikinitiative (CRI) an.

Das erste Mal vor Musikern zu spielen sorgt für Aufregung.

 

märz 2019

Das erste 'Odd Men Out'-Konzert findet in der CRI auf der Open Stage statt.

CRI und Publikum prägen sich die Buchstaben OMO ein.

 

mai 2019

OMO spielen zwei kleine Sets auf einem Gartenkonzert. Mit dabei ein Gast am Bass und die Gitarristenfrau als Sängerin.

 

Still und heimlich bringt sich die Gitarristenfrau das Bass-Spielen bei und aus ihr wird die Bassistin von OMO.

Zum Ende des Monats wird der Schlagzeuger vom Auftritt auf dem 'Offen Garden Concert' überrascht ("... was? morgen?!?").

 

sommer 2019

Ein Telefongespräch.

Gitarrist: "Hier ist 'ne Kleinanzeige. Ist nicht weit weg. Da verkauft einer so'ne riesige Flightbox auf Rollen. Brauchen wir sowas?"

Schlagzeuger: "Nö."
Gitarrist: "Da ist 'n gebrauchtes Schlagzeug drinnen. Brauchst Du eins?"

Schlagzeuger: "Nö."

Pause.

Beide: "Wann fahren wir los?"

 

OMO sind jetzt auf ihre erste USA-Tournee vorbereitet und könnten viel Equipment sicher in ca. 0,8 Kubikmetern Alu-Flightcase in ein Flugzeug laden. Außerdem ist das ehemalige Schlagzeug und der Schellenkranz der Musikschule Neustadt am Rübenberge in unseren Besitz übergegangen.

 

september 2019

Odd Men Out dürfen ihre Karriere mit einem Konzert im Celler Morlock krönen! Die Band ist jetzt angekommen.

 

november 2019

Bei einem erneuten Auftritt auf der OpenStage in der Celler Rockmusikinitiative werden OMO während des Auftritts kalt davon erwischt, daß nur eine halbe Stunde eingeplant war ... wir wurden gerade warm und hätten noch gehabt und gewollt.

 

winter 2019/2020

Die 'Odd Men' müssen sich von den Strapazen der 2019er-Tour erholen und planen für den Winter konsolidierte Aufnahmen ihrer größten Hits. Die intensiven Mittwochsproben werden jedoch zunehmend von neuen Ideen aus der Richtung von OMO-Lieblingsbands aus Dänemark und Kanada gekapert.

Gleichzeitig wird konsequent an der neuen Arbeitsteilung insbesondere zwischen  Bassistin und Keyboarder gearbeitet.

 

frühjahr 2020

Virusbedingt werden die Probenräume geschlossen und die Kreativ-Phase findet ein abruptes Ende.

Die Band versucht sich online zu treffen, die Technik und die Latenz sind aber dagegen.

Die Band besorgt sich einen mobilen Stromerzeuger, um auf einer Wiese proben zu können, das Wetter ist aber dagegen.

OMO denken nach und sagen sich "in Krisenzeiten muß man investieren!": Ein Mischpult und eine PA werden Bandeigentum.

 

sommer 2020

Eine befreundete Band bietet den Odd Men die Mitbenutzung ihres Probenraumes an (DANKESCHÖN!). Das Virus gilt offiziell als "kontrolliert".

OMO sind gerettet und treffen sich in standesgemäßer Probenraum-Athmosphäre wieder mittwochs.

 

Hunderte Kabel, tausende Regler und Millionen Drehknöpfe. Das ist unser Mischpult. OMO lernen im bewährten trial-and-error-Verfahren eine Menge über die eigene Sound-Anlage.

 

Erste eigene Textfragmente tauchen auf. Die Grenzen zwischen einer Coverversion und einem eigenen Song verschwimmen immer mehr. Der Gitarrist stellt allen Bandmitgliedern eine Hausaufgabe für die Sommerferien: einen Text schreiben!

 

august 2020

"Welche Textversion singst Du gerade?"

"Ist das jetzt das Riff von uns, oder das was es schon gab?"

"Unter welchem Titel könnte ich das hier auf meinem [zerknüllten] Notizzettel finden?"

"Diese Akkordwechsel zur neuen Basslinie oder lieber jene?"

"Das ham wir doch jetzt viermal durchgezählt, oder?"

"Willst Du jetzt im blauen Teil anfangen, oder sind wir noch in Rot??"

 

Es herrscht ein wunderbar produktives Chaos im Keller an den sommerlichen Mittwochabenden.

OMO haben Zeit und Raum.

Damit das alles nicht ausufert, melden sich 'Odd Men Out'  für die Online-OpenStage der CRI Ende Oktober an.

 

herbst 2020

OMO probieren aus, wie oft man eine Setlist für einen Auftritt umstellen kann.

Es geht sehr häufig. Und jedes Mal bekommen alle vom Gitarristen einen neuen und aktuellen Stand ausgedruckt!

Die Band arbeitet nun wieder mit Fokus am Auftritt auf der Online-OpenStage.

 

Einige Bandmitglieder werden nervös, da die Panik vor dem Auftritt ausbleibt.

 

oktober 2020

Panik kann sehr unterschiedliche Ausdrucksformen haben.
OMO sind wieder beruhigt, da doch panisch.

 

Es gibt endlich wieder Intensivprobentage am Wochenende!

 

ende oktober 2020

Wenige Minuten nach dem Ende der Generalprobe vor dem Auftritt kommt die Absage der Online-OpenStage. Das blöde Virus ist wieder da.

OMO sind traurig, ärgerlich, voller Verständnis.

OMO sind verwirrt.

 

winter 2020/2021

Es folgt ein langer, harter und sehr dunkler Virus-Winter.

Die Band probt nicht zusammen, die Band sieht sich noch nicht mal.

Und doch ist da die Band.

Und sie arbeitet. Zusammen.

 

Aus Fingerübungen die zunächst per Messenger-App geteilt werden, wachsen kleine Stücke mit mehreren Instrumenten, die im Mehrspurverfahren dezentral aufgenommen und gemixt sind. Das ist alles noch sehr einfach und holperig, macht aber riesigen Spaß. Zeit des Lernens.

 

winterende 2021

Einzelne Bandmitglieder stecken sich manchmal Wattestäbchen in die Nase und treffen sich zu zweit im Proberaum. Hier wird experimentiert und ausprobiert. All jene schrägen Sachen, die man nicht macht, wenn zum Beispiel die komplette Besetzung da ist und zielgerichtet proben will. Es knirscht und knarzt wunderbar.

 

Ein strombetriebener Konvektor verschönert das Raumklima und macht solche Proben zu Konvektorproben.

 

Es schleichen sich im Hintergrund frische Stücke rein.

 

frühjahr 2021

Langsam öffnet sich eine Perspektive. Die Band macht weiter das mit den Wattestäbchen und trifft sich im wöchentlichen Wechsel nur zu dritt. Eine komplizierte Berechnung des Musiker-Haushalts-Quotienten liegt diesem Muster zugrunde.

 

Der ehemalige Schellenkranz der Musikschule Neustadt am Rübenberge (siehe Sommer 2019) kommt erstmalig für ein Intro zum Einsatz und stellt den Schlagzeuger vor Herausforderungen.

 

Aus feuerroten Feuerwehrschläuchen wird der original OMO-Gitarrengurt entwickelt und gebaut (trägt auch Bässe oder Ukulelen).

 

Der Gitarrist taucht in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder mit einer neuen (selbstgebauten) Gitarre auf und braucht in ebenso unregelmäßigen Abständen größere Koffer für die Effektgeräte. Er kommt dann jedoch zum Schluß: "Mehr Effekte brauch' ich nich' ."

 

Eigene Texte, Melodien und Riffe tauchen immer öfter auf und der Gezeiten-Zyklus wächst.

 

sommer 2021

Odd Men Out proben wieder zu viert.

Und so ist mal ein Mittwochabend ein Desaster und alle sind sich einig, daß da heute eine böse Wasserader unterm Probenraumteppich war, die jeglichen Groove abtötet.

Und dann wieder gibt es Mittwochabende an denen alle völlig euphorisiert nach Hause fahren und man noch lange in der Sommernacht auf der Gartenbank sitzen muß, um das schöne Gefühl zu genießen, daß wir ganz feine Musik gemacht haben.
Die eigenen Stücke nehmen mehr und mehr Form an.

 

OMO zählen viel. Meistens bis vier.

Der Schlagzeuger versucht dann und wann, mal eine Eins fallen zu lassen und die Band entspannt sich beim Offbeat.

 

Der Keyboarder findet in seinem Gerät einen bisher geheim-versteckten Orgelsound und macht damit die Band glücklich, weil dieser endlich eine gehörige Portion "Dreck" enthält.

 

Ein Subwoofer erweitert die OMO-Anlage und sorgt dafür, daß die Füße der Bassistin vernünftig geerdet werden können. Die Masse an den Gitarren ist noch nicht ganz so stabil, aber solange man beim Reden zwichen den Stücken die Hand auf den Saiten läßt, geht's.

 

Ein Saxophonist taucht am Horizont auf. Eine erste, vorsichtige gemeinsame Probe ist vielversprechend!

 

Der Gitarrist erzählt, daß er ein neues Effektgerät im Auge hat ....

 

Die Sommerferien verstreuen die Band an die unterschiedlichsten Orte, aber vorher hat die Band gemeinsam eine Playlist festgelegt: für das GARDENCONCERT 2021 !

 

spätsommer 2021

Die drei großen Fragen beschäftigen OMO nach der Sommerurlaubspause:

 

Wird das Virus das GARDENCONCERT zulassen?

Wird das Wetter das GARDENCONCERT zulassen?

Wie fit sind wir für das GARDENCONCERT?

 

Vorsichtige Voraussagen und intensive Glaskugelreiberei sagen, daß Virus und Wetter wohl mitspielen werden.

 

Um die dritte Frage beantworten zu können, beginnt im Probenraum nun wieder die Phase "Playlist rauf und runter spielen". Das schnelle Umschaltspiel zwischen den Stücken ist immer noch eine Herausforderung, denn irgendjemand hat den verschiedenen Stücken auch unterschiedliche Tempi mitgegeben.

 

Die Rigging-Abteilung der Band misst die Bühne aus, zieht Elektrik-Experten für Stromkabel und Beleuchtung hinzu und klappert die Märkte nach gebrauchten Bühnenscheinwerfern ab. Was kann man eigentlich alles aus einer einzelnen Haus-Steckdose rausholen?

 

Die Sound-Abteilung lötet kilometerweise Kabel. Immerhin wird die front-of-house gute 5 Meter von der Bühne entfernt stehen!! Haben wir genug Platz für Monitore auf unseren 9 Quadratmetern? Der Gitarrist einer befreundeten Band hat zugesagt, daß er den Ton während des Konzerts fahren wird (großes Dankeschön!).

 

Die kombinierte Hygiene- und Rechtsabteilung von OMO studiert und interpretiert Verordnungen und Rechtsakte zu den aktuellen Versammlungsregeln.

 

Es brummt und summt an allen Stellen im OMO-Kosmos.

 

Alle Bandmitglieder sind aufgefordert, bei den Tätigkeiten des Alltags (insbesondere bei der Benutzung von scharfen Küchenmessern!) eine Weile besonders besonnen vorzugehen, damit alle am 18. September mit maximalen Händen auf die Bretter kommen können.

 

Vier Tage vor dem Gardenconcert

OMO halten nach ihrer Generalprobe für das Gardenconcert in banger Erinnerung an die Absage ihres letzten Konzertes (ende oktober 2020) kurz inne. Es passiert nichts. Das ist gut.

Beim Einpacken des Equipments für das Konzert bemerkt die Band, daß sie für Tourneen inzwischen einen Anhänger bräuchte. Das ist auch gut.

 

drei tage vor dem Gardenconcert

Es entstehen digitale Tabellen und papierne Listen mit unglaublich vielen Dingen, an die man denken muß, wenn man selber ein Konzert veranstaltet. Es entstehen noch mehr Ideen, was man alles machen KÖNNTE. Die Zeit reicht nicht.

 

ein tag vor dem Gardenconcert

'Odd Men' und die Crew (bestehend aus zugereisten Freundinnen, befreundeten Gitarristen und unterstützenden Rockstar-Frauen und Rockstar-Kindern) treffen sich nachmittags im Garden.

 

Das Wetter ist indifferent und die Band jongliert mit schützenden Pavillons für den Fall der Fälle.

 

Die Rechts- und Hygieneabteilung macht die hundertfünfzigste Risikoabschätzung einer dreiundzwanzigsten Variante der Einlaß-Kontrolle.

 

Der Tontechniker läßt den zweiten Bühnenmonitor mit einem Schwerlastkran in den Garden hieven.

 

Keyboarder und Schlagzeuger verwerfen die Idee, das höherstehende der zwei Tasteninstrumente zur Absicherung am Holzfußboden der Bühne festzuschrauben (gibt nur Ärger mit dem Veranstalter). Es reift die Idee, daß man hier eventuell demnächst eine Hardware-Investition tätigen könnte.

 

Bei einem der beiden 300-Watt-Bühnenscheinwerfer brennt der Halogeneinsatz nach 10 Minuten durch und nimmt die Hauselektrik mit in die Dunkelheit. Es ist kurz sehr leise (und dunkel) im Garden.
Gitarrist (" ... da bau ich 'ne andere Funzel rein.") und Schlagzeuger (hektische Internetrecherche und Telefongespräche zur kurzfristigen Beschaffung eines PAR56-Einsatzes) verfolgen unterschiedliche Strategien, um diesen Verlust ausgleichen zu können.

 

Die Band-Medizinerin geht immer wieder lange Listen mit nicht-verschreibungspflichtigen Heilmitteln durch, um dem Gitarristen im Stundentakt irgendetwas gegen seine immer gravierender hervortretende Erkältung zu geben ("Spritzen wären angebracht").

 

Die Einschlaghülsen für die Lichtmasten werden sehr behutsam und nicht auf maximale Tiefe gesetzt, da der Veranstalter ständig sowas kräht wie: "Passt bloß auf die Erdkabel auf! Das ist Starkstrom!! Und da liegen Wasserleitungen aus Plastik verbuddelt, haut mir die nicht kaputt!!!"

 

Immer wieder hört man auch Dialoge wie folgenden:

Irgendjemand [leicht panisch]: "Argh! Haben wir ein langes Kabel von der Bühne zum Mischpult für mein Dingsbums??"
Gitarrist [völlig ruhig in einen vollgestopften Koffer deutend]: "Haben wir. Hab ich gelötet."

 

Der Schlagzeuger ist am Abend dankbar für das lange Gespräch mit der angehenden Orgelbauerin die zu Besuch ist, da er so abgelenkt ist von seinen zitternden Händen.

 

der tag des gardenconcerts

Es geht los. Heute abend muß alles stehen.
Hände greifen ineinander und Ideen finden sich zusammen. Es ist fast wie Musik machen.

 

Der Gitarrist hat sich mit seiner Scheinwerfer-Reparatur durchgesetzt und liefert einen 75-Watt-Bühnenscheinwerfer, der später vom Keyboarder noch auf 100 Watt aufgepimpt wird (der PAR56-Einsatz landet auf der Einkaufsliste).

Damit sich die Hauselektrik nun nicht langweilt, wird der Garden mit diversen Lichterketten ausgestattet.

 

Wir ersetzen das fehlende Multicore durch alte Teppiche, die mit Zelt-Heringen am Rasen festgetackert werden, und so die hundertachtundzwanzig Kabel vor den Füßen eines möglicherweise außer Rand und Band geratenen Publikums schützen sollen.

 

Der Gitarrist bekommt zwischendurch immer wieder Lutschpastillen- und Eigenblut-Transfusionen, um seine Erkältung einzudämmen.

 

Vom Veranstalter wird durchgesetzt, daß die verschiedenen Kabeltrommeln für Licht, Bühnensound, PA und Leuchtkugel auf so viele Haus-Sicherungen wie möglich verteilt werden. Das Nachbargrundstück wird dabei mit einbezogen. Das macht die Kabelführung nicht übersichtlicher.

 

Garten-Pavillons und Sonnenschirme (als Regenschirme) wechseln halbstündlich den Platz, um dem sich viertelstündlich ändernden Wetter etwas entgegen zu setzen. OMO ersetzen den regelmäßigen Blick auf vier verschiedene Wettervorhersage-Apps durch stille Gebete.

 

Man verwirft gemeinsam die Idee eines Beton-Fundaments für den Front-Bühnenmonitor (ist zu spät dafür) und stützt ihn statt dessen standesgemäß mit einem Kasten Bier ab.

 

Während die wunderbare Catering-Abteilung das ganze Gewusel mit Zwiebelkuchen und Kaffee am Laufen hält, macht der Soundcheck am Nachmittag der Band ganz deutlich: "Jetzt gibt es kein Zurück mehr, denn spätestens jetzt haben uns ALLE gehört!" Das ist ein wichtiger Moment.

 

Danach folgen Momente konzentrierter Stille. Hier und dort wird leise gesummt, gezupft oder geklopft, während sich die Security-Abteilung vor der Location im Einlass-Bereich aufbaut und die unglaublich coolen OMO-Armbänder in Stellung bringt.

 

OMO sind bereit und freuen sich auf einen geilen Abend!

 

to be continued ...